April 29

Um die Nachhaltigkeit in der Aluminium-Industrie weiter voranzutreiben, ist es wichtig zu verstehen, woher die Energie zur Produktion kommt.

Dabei ist vor allem der Unterschied zwischen der Produktion von Primär-Aluminium und der Gewinnung von Sekundär-Aluminium durch Recycling gravierend. 

Doch wie wird Aluminium überhaupt gewonnen?

Primäraluminium wird aus dem Rohstoff Bauxit gewonnen. Dazu wird das Bauxit in einer Natronlauge zunächst erhitzt. Es entsteht Aluminiumhydroxid. Durch weitere Prozessschritte gewonnenes Aluminiumoxid wird schließlich durch die Elektrolyse, genauer die sogenannten Schmelzflusselektrolyse, zu Aluminium verarbeitet. Durch die Elektrolyse und die vorangegangene Bearbeitung des Rohstoffes wird jedoch Energie verbraucht.

Wie hoch ist der Energieverbrauch?

Wie hoch der exakte Verbrauch zur Herstellung von Aluminium ist, ist dabei schwer zu bestimmen. Aktuelle Untersuchungen aus dem Jahr 2020 gehen von mindestens 14.237 kWh Strom und 62 m³ Erdgas pro hergestellter Tonne Aluminium im Verfahren der Elektrolyse aus (Quelle: "Aluminium - Informationen zur Nachhaltigkeit", Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe).

Wichtig ist jedoch zu betrachten, wie hoch der CO₂-Fußabdruck der Produktion dabei ist. Dieser Wert ist dabei stark von den verwendeten Energiequellen abhängig.

Der CO₂-Fußabdruck von Aluminium

Gehen wir vom globalen Mittelwert aus, wird ein Großteil der Energie noch immer von fossilen Brennstoffen gewonnen. So stammt etwa 55 % der Energie aus Kohle. Doch bereits 30 % werden durch Wasserkraft gewonnen. Damit steht Aluminium im Vergleich zu anderen Metallen sehr gut dar. 

Erdgas: 55 %
Current Progress
Current Progress
Erdgas: 55 %
Erdgas: 55 %
Current Progress
Current Progress
Wasserkraft: 30 %
Erdgas: 55 %
Current Progress
Current Progress
Gas: 10 %
Erdgas: 55 %
Current Progress
Current Progress
Erneuerbare Energie: 2 %

Dabei schwankt der CO₂-Fußabdruck von Land zu Land stark. Im Mittelwert erreicht Aluminium einen Fußabdruck von 17 Kilogramm CO₂ pro Kilogramm gewonnenem Aluminium. Das ist im Vergleich zu anderen Rohstoffen ein sehr guter Wert. Doch mit dem Recycling von Aluminium lässt sich noch mehr CO₂ sparen. So benötigt 1 Kilogramm recyceltes Aluminium aktuell in Europa gerade einmal 0,5 kg CO₂ in der Produktion.

Aluminium als zukunftsfähiger Rohstoff

Die Bilanz zeigt, dass Aluminium ein guter Rohstoff für eine CO₂-neutrale Zukunft ist. Schon jetzt bietet Aluminium eine gute Energiebilanz, doch wird zukünftig mehr auf Sekundär-Aluminium gesetzt werden müssen. Der fortschreitende Ausbau und die Verwendung von erneuerbaren Energien, auch in der Industrie, zeigen jedoch eine positive Tendenz und Aluminium ist aufgrund seiner guten Recycelbarkeit ein idealer Rohstoff für eine nachhaltige Industrie.


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